Liebe Mitglieder und Freunde des Heimatwerkes Schlesischer Katholiken, liebe Leserinnen und Leser!
In der Hl. Nacht werden wir in allen Kirchen die folgenden Worte aus dem Lukasevangelium hören: „Der Engel sagte zu Ihnen [zu den Hirten]: Fürchtet euch nicht … ich verkünde euch eine große Freude …heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr.“
Was für eine gute Nachricht angesichts der vielen schlechten Meldungen, die wir täglich lesen oder hören. Landes- und Bündnisverteidigung (Nato) sind die aktuellen Themen in der Militärseelsorge. Der russische Überfall auf die Ukraine und die zunehmenden Grenzverletzungen mit Drohnen, Spionage und Cyber-Attacken zwingen Deutschland und Europa, eine Kriegstauglichkeit herzustellen. Es geht um den Erhalt eines gerechten Friedens mit Hilfe der Politik, der Polizei, der Bundeswehr und des THWs. Das Militär stellt für den Ernstfall einen Operationsplan Deutschland auf. Angst geht um, Angst vor einem Krieg mit all seinen Boshaftigkeiten und Schrecken. Die heimatvertriebenen Schlesier und alle aus den deutschen Ostgebieten können ein Lied davon singen, was das bedeutet. Wie können wir mit der akuten Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung leben? Wer oder was tröstet mich, gibt mir Hoffnung und Zuversicht zum Ende dieses Jahres, das es gut wird?
Den Menschen ihre Ängste nehmen, ihnen eine Perspektive anbieten, die Hoffnung schenkt auch im tiefsten
Dunkel des Lebens, ist das Anliegen unseres Gottes, an den wir glauben! Friede den Menschen, das ist die zentrale Botschaft der biblischen Lesungen im Weihnachtsfestkreis. Der Retter, der Herr Jesus
Christus macht sich auf den Weg zu uns Menschen, um uns den Frieden zu bringen. Ein Gott, der aus dem Elend herausführt und neues Leben schenkt. Gut, dass wir bei allen negativen Nachrichten in der
Kirche das Gegenteil hören können. Advent und Weihnachten laden uns ein, dass wir uns neu positionieren – auf wen oder was möchte ich mein Leben gründen? Wem will ich vertrauen? Es gibt viele
Angebote, aus denen ich auswählen kann, doch welches ist das Richtige und Hilfreiche?
Ich freue mich schon jetzt auf die Advents- und Weihnachtsgottesdienste mit den wunderbaren Texten über die
Menschwerdung Jesu, der uns rettet und in den Frieden führt. Einen Frieden in allen Konflikten meines persönlichen Lebens, die ich erfahre und aushalten muss. Die vor uns liegende Zeit will uns
aufrichten und stärken im Vertrauen auf Frieden für uns und die Welt. Ich möchte Sie gerne aufrufen, für den persönlichen Frieden und den gerechten Frieden in der Welt zu beten. Zünden Sie gerne in
diesem Anliegen die Kerzen des Adventskranzes und Christbaums an. Die Lichter bringen Heiligkeit in das Dunkel unserer Zeit. Zudem gibt es den von den Sternsingern gepflegten Brauch des Sternsingens,
den Segen des neugeborenen Kindes für das Jahr 2026 in die Wohnungen und Häuser der Menschen zu tragen. Möge das Christuskind uns immer wieder neu seinen Segen schenken, der Fürst des Friedens, unser
Retter, Christus der Herr!
Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben mit diesen Gedanken eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein
friedvolles Jahr 2026!
Ihr/ Euer
Präses Gundolf Brosig